Verleihung der «Platinraspel 2025» an den Walliser Verband der Plattenleger

Der Verband der Walliser Plattenlegerunternehmungen (VWPU) ist der einzige Walliser Verband im Baugewerbe, der keine Lohnerhöhungen den Mitarbeitenden gewährte und erhielt dafür am heutigen Tag die «Râpe de platine», die Platinraspel 2025. Dabei wurde das Metall der Reibe angepasst, eine Steigerung von Gold zu Platin. Der Grund für die höhere Auszeichnung liegt an der traurigen Leistung des Arbeitgeberverbandes. Der VWPU hat den Arbeitnehmern im Wallis nun im zweiten Jahr in Folge eine Lohnerhöhung vorenthalten und somit die Kaufkraft der Plattenleger in nur zwei Jahren um 2,5% reduziert.

Mit den Lohnverhandlungen in den anderen Bauberufen konnten sämtliche Arbeitnehmenden den inflationsbedingten Verlust ihrer Kaufkraft vollständig ausgleichen und von einer echten Lohnerhöhung profitieren. Alle Arbeitgeberverbände haben Vereinbarungen mit den Gewerkschaften von mindestens 2% bei einer Inflation von 0,7% abgeschlossen.

Der Verband der Walliser Plattenlegerunternehmungen (VWPU) bildet hier die traurige Ausnahme, indem er keiner Lohnerhöhung für Mitarbeitende zugestimmt hat.

In einer Zeit der Vollbeschäftigung bzw. des Personal- und Nachwuchsmangels sowie der allgemeinen Preiserhöhung ist diese Entscheidung schlichtweg unverständlich und verdient es, dass man solche Fehlleistung auszeichnet und entsprechend würdigt.

 

Eine «Platinraspel» anstatt der «goldenen Raspel»

Die Gewerkschaft Unia Wallis hat daher beschlossen, dem Verband 2025 die «Platinraspel» anstatt der traditionell bekannten «goldenen Raspel» zu verleihen.

Diese Auszeichnung, die an den Arbeitgeberverband verliehen wird, der sich bei den Lohnverhandlungen am «geizigsten» gezeigt hat, nimmt in diesem Jahr eine besondere Rolle ein, da der VWPU seinen Arbeitnehmern im zweiten Jahr in Folge eine ausgehandelte Lohnerhöhung vorenthält. Damit sinkt deren Kaufkraft in nur zwei Jahren um 2,5%.