NEIN zur Revision des Gesetzes über die Öffnung der Läden (LöG)

NEIN zum LöG am 3. März!

Am 3. März werden wir über die Revision des Ladenöffnungsgesetzes (LöG) abstimmen.

Mit dieser Revision können die Geschäfte unter der Woche bis um 19 Uhr offenbleiben (+30 Minuten) und es können neue Tourismuszonen geschaffen werden. In diesen Zonen dürfen die Geschäfte an allen Tagen der Woche, einschliesslich Sonn- und Feiertagen, bis 21 Uhr geöffnet sein.

Wer zahlt diese Rechnung? Das Verkaufspersonal!

Diese Revision des LöG stellt zweifellos eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für das Verkaufspersonal dar - und zwar ohne jegliche Entschädigung! 

 

VERLÄNGERUNG DES ARBEITSTAGES UND AUSWEITUNG DER ARBEITSZEIT

Durch die Verlängerung der Öffnungszeiten an den Wochenabenden bis 19 Uhr und die Weigerung, die Öffnungszeiten am Morgen im Gesetz zu verankern, verschlechtert diese Revision die Arbeitsbedingungen des Verkaufspersonals weiter.

Die zusätzlichen 30 Minuten Öffnungszeiten erhöhen den Zeitrahmen für das Verkaufspersonal erheblich und verlängern ihre Arbeitstage. Dabei ist die Arbeitszeit nach Ladenschluss noch gar nicht berücksichtigt. Ausserdem werden die in der Branche bereits zahlreich vorhandenen Kurzarbeitszeiten noch weiter zunehmen.

 

ZUNEHMENDE SCHWIERIGKEITEN BEI DER VEREINBARKEIT VON FAMILIEN- UND BERUFSLEBEN

Bereits mit den derzeitigen Arbeitszeiten ist die Vereinbarkeit von Familien-, Sozial- und Berufsleben sehr schwierig. Diese Ausweitung der Arbeitszeiten wird eine zusätzliche Hürde schaffen und die Vereinbarkeit nahezu unmöglich machen.

 

EINE BESONDERE BELASTUNG FÜR FAMILIEN MIT KINDERN IN BETREUUNGSEINRICHTUNGEN

Mit dieser Ausweitung der Schliesszeiten auf 19 Uhr stellt sich auch die Schwierigkeit der Betreuung von Kleinkindern, die in Betreuungseinrichtungen untergebracht sind. Denn die Betreuungseinrichtungen schliessen, bevor die Eltern in der Lage sind, ihre Kinder abzuholen.

 

AUSBAU VON TOURISMUSZONEN MIT DEHNBAREN ÖFFNUNGSZEITEN

Die Revision ermöglicht auch die Schaffung neuer Tourismuszonen im Kanton - Zonen, die für das Personal praktisch rechtsfrei sind, da die Geschäfte dort sieben Tage die Woche, einschliesslich Sonn- und Feiertage, bis 21 Uhr geöffnet sein können.

 

EIN WEITERER SCHRITT IN RICHTUNG EINER 24/7 KONSUMGESELLSCHAFT

Diese Revision zur Ausweitung der Ladenöffnungszeiten ist ein weiterer Schritt in Richtung einer schrittweisen Öffnung an sieben Tagen pro Woche, und das rund um die Uhr. Diese Ausweitung der Öffnungszeiten fördert übermässigen Konsum, Verschwendung und Abfallproduktion und verringert gleichzeitig die Zeiten, in denen Freunde und Familie zusammenkommen können.

 

NEIN ZU EINER REVISION AUF DEM RÜCKEN DES PERSONALS

Das Verkaufspersonal kennt bereits schwierige Arbeitsbedingungen bei gleichzeitig geringer Bezahlung. Indem wir uns gegen diese LöG-Revision wehren setzen wir uns für das Verkaufspersonals ein.

 

NEIN ZU EINER REVISION, DIE KLEINE GESCHÄFTE BENACHTEILIGT

UCOVA, der Dachverband des Detailhandels, hat sich ebenfalls gegen dieses Gesetz ausgesprochen. Denn die erweiterten Öffnungszeiten kommen nur den grossen Supermärkten zugute und schwächen die kleinen Nachbarschaftsläden weiter.

 

MIT EINEM NEIN ZUR REVISION DES LADENÖFFNUNGSGESETZES UNTERSTÜTZEN WIR DAS VERKAUFSPERSONAL!

Um das Verkaufspersonal, das sich vehement gegen diese Revision wehrt, zu unterstützen und die kleinen Geschäfte zu verteidigen, muss die Revision des LöG abgelehnt werden!