Gastgewerbe

Auf dem Bild ist ein gedeckter Tisch mit Gläser, Besteck und Serviette zu sehen.

L-GAV für das Gastgewerbe wieder allgemeinverbindlich ab 2017
Der Bundesrat hat mit Beschluss vom 12. Dezember auch den Landes- Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) für das Schweizer Gastgewerbe für die Periode 2017-2020 für allgemeinverbindlich (AVE) erklärt. Die Aufsichtskommission für den L-GAV im Gastgewerbe freut sich über den Entscheid des Bundesrates. Er bringt Kontinuität für einen der grössten und wichtigsten Gesamtarbeitsverträge der Schweiz, der sich seit über 40 Jahren auf eine nationale Sozialpartnerschaft stützt.

Der neue L-GAV bringt primär die nachfolgenden Neuerungen für die Arbeitgeber und Arbeitnehmenden in gastgewerblichen Betrieben der Schweiz:
1. Erhöhung des Mindestlohnes um 0.3 Prozent
2. Angepasste Reduktionspraxis der Mindestlöhne während der Einführungszeit
3. Ausweitung der finanziellen Unterstützung durch den L-GAV für die Aus- und Weiterbildung: Nebst den Mitarbeitenden, welche bereits seit mehreren Jahren von der Unterstützung profitieren konnten, erhält pro Jahr und Betrieb zusätzlich eine nicht zwingend dem L-GAV unterstellte Person (z. B. Betriebsleitende und deren Familienangehörige) Zugang zum Angebot.
4. Die Einhaltung des L-GAVs wird durch angemeldete Kontrollen überprüft. Neu kann in begründeten Fällen auch unangemeldet kontrolliert werden.
5. Erhöhung auf 5 statt 3 Tage bezahlter Vaterschaftsurlaub

Die Sozialpartner im Gastgewerbe nehmen mit dem L-GAV 2017 weiterhin ihre politische und soziale Verantwortung wahr. Für Arbeitnehmende und Betriebe besteht damit ein zuverlässiges Instrument, das die Rechte und Pflichten klar definiert. Informationen zum L-GAV, Download von Arbeitszeitrapporten und Saisonabrechnungen findet ihr hier.

Beratungen bei der Unia Oberwallis in Brig
Termine für Beratungsgespräche sind vorab telefonisch zu vereinbaren. Für Beratungsgespräche/Lohnkontrollen bringt bitte folgende Unterlagen mit:
 - Arbeitsverträge
- Lohnabrechnungen
- Stundenrapporte (leserlich, mit Angabe von Name, Betrieb, Monat und Jahr) die Gesamtstunden pro Monat sind zusammenzurechnen
- Kündigung
- Allfällige Arztzeugnisse

Für Beratungsgespräche betreffend Sozialversicherungen und Behörden:
- Kopien Schriftverkehr (z.B. Stellungnahme RAV, Arbeitslosenkasse, Krankentaggeld- oder Unfallversicherung)
- Abrechnungen Kranken-/Unfalltaggeld (bei Arbeitsunfähigkeit), Formulare für Familienzulagen